Die britische Supermarktkette Iceland hat einen Werbespot zu Weihnachten geplant, der jetzt verboten wurde. Denn was nach einer süssen Geschichte von einem jungen Orang-Utan und einem kleinen Mädchen aussieht, hat eine traurige und sehr politische Botschaft.

Kurzfilm gegen Palmöl

Der Orang-Utan erzählt dem Mädchen im Spot, dass sein Zuhause zerstört wurde, dass Menschen den Wald abgeholzt und seine Mutter getötet haben – für Palmöl. Palmöl, das sich in extrem vielen Fertigprodukten und Kosmetika befindet, steht schon lange in der Kritik, da bereits grosse Flächen des Regenwaldes für die Produktion zerstört wurden. Iceland wollte mit dem Spot erneut darauf aufmerksam machen und ankündigen, dass sie Palmöl ab sofort aus jeglichen Eigenprodukten verbannen.


Verbot: «Zu politisch»

Der Clip darf nun aber nicht im britischen TV gezeigt werden, da er laut dem UK Code of Broadcast Advertising «zu politisch» sei. Nun geht der kurze Film aber trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen – auf Social Media viral. Auf YouTube erreichte ihn in wenigen Tagen schon über drei Millionen Klicks.

Ursprünglich stammt das Video von Greenpeace. Die Umweltschutz-Organisation veröffentliche den Kurzfilm bereits 2008 und arbeitet im Kampf gegen Palmöl mit Iceland zusammen.