Gegen 2:30 Uhr erreichte die Hiobsbotschaft Ringier: Der Server streikt. Also nicht nur kein Internet, sondern auch keinen Zugriff auf die Datenbanken.
Woher das Problem kam, wusste lang niemand. Bis etwa 11:00 Uhr waren alle Leitungen tot.

Klar zeigte sich heute eins - wie unglaublich abhängig wir doch vom Internet sind. ABER: Eine Lösung gibt’s immer irgendwie irgendwo. So hat sich das internetlose Medienhaus heute über Wasser gehalten:

News wurden wieder von Hand geschrieben.

Da das interne Tool nicht funktionierte, mussten alle sonst vorher eingesprochenen News live im Studio gelesen werden.

Fabienne Wernly ist durch mit der Morgenshow.

Aus dem Studio konnte nur Musik gesendet werden. Alle vorproduzierten Beiträge, WhatsApp-Sprachnachrichten etc. konnten uns nicht erreichen und nicht abgespielt werden. Das hiess für unsere Moderatoren: improvisieren!

Fabienne, Moderation «Es war aaaanstrenegend.»

Wenn du dringend einen Vertrag verschicken musst, der aber auf dem Server liegt.

Auf den Server konnte bis 11:00 Uhr nicht zugegriffen werden.

Simon, Sales «Sh**!»

«In der Zwischenzeit feile ich an meinen Sprachkentnissen.»

Das Musikplanungsprogramm ist ebenfalls an den Server angeschlossen, deshalb stand in der Abteilung alles still.

Mirjam, Musikredaktion Lernt gerade Tigrinya.

Alternativprogramm: Lesen…

André, Musikredaktion «Die Chemie des Todes, ein sehr spannendes Buch.»

...​oder spielen.

Andy mit Praktikantin Sara, Musikredaktion «So ist sie doch noch gefordert.»

Die nächste Moderationsschicht startet.

Zu Beginn war auch hier noch absolut unklar, wann produzierte Beiträge wieder gesendet werden können.

Priska Plump und Luca Carecci «Wir freestylen einfach ein bisschen.»

​Ähm, hallo?

Na ja, eher schwer an der Website zu arbeiten - so ganz ohne Internet.

Web-Entwicklung «Wir sind dann mal weg.»

​Und auch in der Blickredaktion geht nichts mehr.​ Aber wer unbegrenzt Internet hat, ist klar im Vorteil.

Bei Blick wichen viele auf den Hotspot ihrer Handys aus.

Irina, Social Media Blick Gruppe Würde ohne ihr Infinity Abo nicht so lächeln.

Bildschirmschoner statt Nachrichten und Statistiken.

Auf den Bildschirmen werden normalerweise die wichtigsten Infos für das News-Ressort gezeigt.

Blick News-Room Blümchen statt Hard News.

Und trotz Blackout setzt das ganze Haus alles daran, rechtzeitig fertig zu werden.

Nur Remo nimmt’s gelassen.

Remo, Blick People «Ich halt das mal für die Aussenwelt fest.»

Und die IT so?

Fabio, IT «Ich sage nichts ohne meinen Chef.»