In der Adventszeit war Fabienne unterwegs – nicht auf Weihnachtsmärkten oder in Einkaufsstrassen, sondern an Orten, an denen Weihnachten oft im Schatten des Alltags stattfindet. Sie wollte wissen: Wie fühlt sich diese Zeit an, wenn das Leben gerade alles andere als festlich ist?
Ihre Reise führte sie ins Kinderspital, ins Kloster, in ein Sadomaso-Studio, ins Altersheim und sogar ins Gefängnis. Fünf Welten, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten – und doch eine gemeinsame Sehnsucht teilen: Licht, Nähe, Hoffnung.
Kinderspital – Kleine Kämpfer, grosse Momente
Zwischen Piepsgeräuschen und Untersuchungen begegnete Fabienne Familien auf der Neurologie / Neurochirurgie, die sich nichts sehnlicher wünschen als Gesundheit. Und Kindern, die trotz allem lachen. Tapfere Kämpfer wie Levin 9 oder John 11 Monate, die teils ihr halbes Leben im Spital verbracht haben. Weihnachten dort ist zerbrechlich und stark zugleich.
Kloster – Stille, die trägt
Im Kloster spürt man Weihnachten nicht in der Lautstärke, sondern im Rhythmus der Stille. Die Begegnungen mit Pater Lorenz war geprägt von Ruhe, Hingabe und Demut.
Sadomaso-Studio – Ein Raum für Wahrheit
Ein unerwarteter Ort für Weihnachten. Und doch wurde gerade hier spürbar, wie sehr Menschen nach Nähe, Vertrauen und Authentizität suchen – auch und vielleicht gerade in unkonventionellen Räumen. Freier Patrick verbringt schon das zweite Weihnachten mit seiner Domina in der Villa Viktoria. Besinnlichkeit zwischen Peitschen und Sextoys?
Altersheim – Erinnerungen, die leuchten
Weihnachten im Altersheim ist ein Fest der Geschichten. Viele Bewohnerinnen und Bewohner tragen schwere Verluste, aber auch eine enorme Lebenswärme. Die Mischung aus Melancholie und Dankbarkeit war intensiv und berührend.
Gefängnis – Hoffnung hinter Mauern
Zwischen Gittern und Routinen ist die Adventszeit leiser, aber nicht weniger bedeutungsvoll. Fabienne traf Insassin Seraina T. in der JVA Hindelbank, die sich aktuell besonders nach ihren Kindern sehnt. Weihnachten bedeutet dort vor allem eines: Die Hoffnung, dass Veränderung möglich ist.