Chris Frösch (36) traute diese Woche beim Mittagseinkauf in der Migros Langendorf (SO) seinen Augen kaum: Bereits geschnittene Apfelschnitze werden neu in Plastikverpackung verkauft. Auf Nachfrage von Energy sagt der Informatiker: «​Ich habe zuerst gedacht, jetzt spinnen die.»

Um seinem Ärger Luft zu machen, richtete er sich in einem wütenden Facebookpost an die Migros. Er verstehe nicht warum man den Apfel in Scheiben schneide und ihm so den natürlichen Schutz entfernt, ihm dann aber mit dem Plastik einen neuen Schutz gibt.

Sein Posting scheint einen Nerv getroffen zu haben: Seit Montag wurde es über 600 Mal geteilt und von zahlreichen wütenden Kundinnen und Kunden kommentiert.

Plastikfrüchte sind beliebt

Migros-Mediensprecherin Andrea Bauer sagt auf Nachfrage von Energy, dass man die Apfelschnitze vor rund drei Wochen in 20 Filialen der Migros Aare testweise ins Sortiment aufgenommen habe. Den Plastik-Unsinn begründet die Migros mit der erhöhten Nachfrage nach Plastikfrüchten: «Wir wollen dem Kunden das anbieten, was für ihn den Alltag praktischer macht.»

Migros gibt dem Protest nach

Trotzdem muss der Detailshandelsriese jetzt zurückrudern. Aufgrund der negativen Rückmeldungen hat sich die Migros dafür entschieden, die Apfelschnitze per Ende dieser Woche aus dem Sortiment zu nehmen. Der Kundenprotest hat gewirkt.

Plastikverschwendung im Ausland

Fertig verpackte Apfelschnitze sind noch nicht einmal der Höhepunkt der Plastikverschwendung: In ausländischen Supermärkten haben Kunden bereits hüllenlose Eier oder geschälte Orangen fotografiert. Erzähl uns jetzt auf Facebook von deinem grössten Plastik-Wahnsinn.