«Ein kleines Wahrzeichen verschwindet», so beschreibt die Instagramseite zurichseefeld ihren letzten Post. Darauf ist der Glacéstand «Gelati am See» mit Eigentümer Daniel Kissling abgebildet. Über ihm prangt das Logo in verschnörkelter Schrift. Das ist jetzt weg.

Der Schriftzug war ein Touristen- und Fotomagnet. Jetzt muss ich auf einen 30 cm hohen Balken ausweichen.

Daniel Kissling

Seit dieser Saison präsentiert sich der Stand in neuem Look – absolut unfreiwillig. Grund dafür: Vorlagen der Stadt Zürich.

«Natürlich war ich enttäuscht und wütend, als die Frau vom Gewerbeamt kam und mir mitteilte, dass wir unseren Schriftzug ersetzen müssen, aber was soll ich machen?»

Laut der Beamtin gilt ein Gesetz, dass es Gewerben verbietet, auf öffentlichem Grund Schriftzüge oder Werbung anzubringen, die höher als 30 cm ist. Fünf Jahre lang wurde das Logo geduldet. Nach jüngsten Überprüfungen griff die Stadt durch.

Der neue Schriftzug am Stand im Zürcher Seefeld. (Energy)

Trotz des Ärgers lässt sich Kissling nicht unterkriegen. «Der Ärger ist gegessen. Ich habe überlegt, juristisch dagegen vorzugehen, aber dafür habe ich weder die Kraft, noch die Zeit. Ich habe andere Projekte, auf die ich mich konzentrieren will.»