Rundum glücklich zeigte sich CEO Marc Walder anlässlich der Jahresmedienkonferenz des Medienkonzerns Ringier, zu dem auch Energy gehört. Besonders angetan hat es ihm im vergangenen Jahr das Thema Virtual Reality. Er ist überzeugt: «Es ist ein absolutes Faszinosum und wird das Storytelling in der digitalen Welt noch einmal komplett verändern.» Bei Virtual-Reality-Videos können Nutzer selbst in einer 360-Grad-Welt navigieren, in die sie oft mithilfe einer Brille eintauchen. Über seine Begeisterung für Virtual Reality sprach er im Interview mit Energy-Reporterin Kathrin Wyss:

Auf Höhenflug mit der Patrouille Suisse

Vergangenes Jahr lancierte Ringier als eines der ersten Medienhäuser überhaupt mit Blick VR eine App, in der man Virtual-Reality-Videos auf dem Smartphone schauen kann. Dies scheint sich zu lohnen: Zwei der Videos gehören zu den erfolgreichsten zwölf VR-Videos weltweit. Beide wurden jeweils über zehn Millionen Mal auf YouTube angeschaut.

In einem der Videos fliegt man mit einem Airbus A320 von Genf nach Zürich. Das zweite zeigt die Sicht aus dem Kampfjet-Cockpit der Patrouille Suisse während eines Fluges über das Berner Oberland.

360° cockpit view | Fighter Jet | Patrouille Suisse | Virtual Reality

Ringier-CEO Walder ist sich aber auch bewusst, dass Virtual Reality nicht für jede Geschichte funktioniert. «Mit dieser riesigen Brille läuft man ja nicht den ganzen Tag herum», sagte er. Für klassische News, die man im Tram, im Bus oder in der Kantine konsumiere, werde niemand eine Virtual-Reality-Brille anziehen. Potenzial sieht Walder hingegen «für intensive Momente, in denen man sich Zeit nimmt». Sogar der neue Ringier-Unternehmensfilm wurde in 360 Grad produziert.

Digitales Geschäft wächst weiter

So gab es nebst virtueller Realität an der Jahresmedienkonferenz vor allem harte Fakten: Ringier erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 über 60 Prozent des operativen Gewinnes von 108,3 Millionen Franken im digitalen Geschäft. In diesen Bereich gehören sowohl eCommerce-Portale wie auch journalistische Angebote. Das Flagschiff, der «Blick», erreicht mittlerweile online mehr Leser als in gedruckter Form. Marc Walder sagt: «In der Schweiz kommt über die Hälfte des Internet-Traffics mittlerweile übers Smartphone. Das hätte man vor vier Jahren nicht gedacht.»