​Der 10. Januar ist der offizielle «Tag der Sonderlinge». Grund genug für uns, einen kleinen Tribut an ein paar wunderbare Sonderlinge der Musikwelt zu zollen, die uns durch ihr «Anderssein» und ihre Visionen einen einzigartigen Hörgenuss beschert haben.

​David Bowie

Der Brite war eine Ikone der Popkultur. Er war Musiker, Schauspieler, Performer und verkaufte über 140 Millionen Tonträger, darunter Hits wie «Space Oddity» (1969) und «Heroes» (1977). Bowie spielte mit Geschlechterklischees und erschuf das Alter Ego Ziggy Stardust. Er war in vielen Dingen ein Vorreiter, beispielsweise war er 1997 der erste Rockmusiker, der mit einem Katalog seiner Songs erfolgreich in New York an die Börse ging. Ironischer Weise verstarb Bowie am 10. Januar 2016 - am Tag der Sonderlinge.

​Michael Jackson

Vom Kinderstar zum King of Pop: Mit den Jackson Five stand Michael schon als Junge auf der Bühne, mit 13 startete er seine Solokarriere. Er verkaufte hunderte Millionen von Platten und hatte einen riesigen Einfluss auf die Popmusik. «Thriller» (1982) ist bis heute das meistverkaufte Album aller Zeiten. Auch wenn er sich im Lauf seiner Karriere zumindest optisch stark verändert hat und dank zahlloser Schönheitsoperationen leicht «sonderbar» aussah; Jacksons Style und seine Tanzeinlagen sind auch nach seinem Tod im Jahr 2009 ikonisch und unverkennbar. Er wird immer der King of Pop bleiben.

Lady Gaga

Ein Fleischkleid und die wohl höchsten High Heels überhaupt: Lady Gaga fiel durch ihre verrückten Outfits immer wieder auf. Ob in ihren Musikvideos, auf der Bühne oder dem roten Teppich, die New Yorkerin schockte gerne. Sie experimentierte immer wieder mit ihrem Aussehen und auch in ihrer Musik und brach mit Klischees. Mit ausgefallenen Outfitideen hält sich die 30-Jährige momentan zwar zurück, bei ihrer Musik bleibt sie ihrem unkonventionellen Stil aber treu.

​Prince

Prince war sein Leben lang ein Rebell der Musikwelt: Für seinen Song «Darling Nikki» wurde der «Explicit Lyrics»-Aufkleber erfunden. Er wandelte sowohl sich als auch seine Musik ständig, nach einem Streit mit seinem Label änderte er sogar seinen Namen und trat eine Zeit lang nur noch unter dem Akronym Tafkap (The Artist Formerly Known As Prince) auf. Aber egal unter welchem Namen und in welchem Stil, was immer offensichtlich blieb, war sein Talent. Der im Jahr 2016 verstorbene Künstler schrieb, komponierte und produzierte seine Musik und spielte bei den meisten seiner Studioaufnahmen alle Instrumente selbst.

​Miley Cyrus

Die US-Amerikanerin wurde als Kinderstar des Disney Channel berühmt und war America’s Sweetheart und Tennie-Idol bevor sie im Jahr 2013 einen radikalen Imagewandel vorlegte: Haare ab, Klamotten runter und Zunge raus. Seither macht sie nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer sexuellen Orientierung Schlagzeilen. «Pansexuell» nennt sie diese; heisst sie kann für Menschen aller Geschlechtsidentitäten romantische oder sexuelle Gefühle entwickeln.

Freddie Mercury

Der Frontman und musikalische Kopf von Queen wurde als Farrokh Bulsar auf Sansibar geboren, wurde aber von London aus zum Weltstar. Wesentlich dazu beigetragen hat neben seinem musikalischen Können und seiner voluminösen Stimme auch seine überwältigende Bühnenpräsenz: theatralische, kraftvolle Bewegungen und ein Mikrophonständer mit abmontierten Füssen waren sein Markenzeichen. Sie machten ihn zur Inspiration für zahlreiche Musiker. Zeitlebens bestätigte der 1991 verstorbene Musiker nie öffentlich seine Homosexalität, privat hatte er sein Coming Out in den 1970ern.

Ozzy Osbourne

Der «Prince of Fucking Darkness» hat mit seiner Band Black Sabbath das Genre des Heavy Metal mitbegründet. Legendär ist der Moment, als er auf der Bühne einer Fledermaus den Kopf abbiss. Müssen wir dazu noch mehr sagen?