Beim ersten Date gibt es viele Momente, über die man sich im Vorhinein den Kopf zerbrechen kann: Was zieht man an, worüber kann man sich unterhalten, wo geht man hin? Zu den Top-Grübeleien gehört definitiv, wer am Ende des Abends die Rechnung übernimmt. Die klassische Antwort wäre wohl der Mann - Gentleman und so. Aber ist das wirklich noch zeitgemäss und vor allem gerecht?

​Der britische Beziehungs-Coach Matthew Hussey hat eine klare Meinung zu dem Ganzen: Die Frau sollte zumindest anbieten, einen Teil der Rechnung zu übernehmen. Und er hat recht gute Argumente für seine Ansichten.

Der 29-Jährige, der seine Weisheiten zu Liebe und Beziehungen schon in einer Reality-Show auf NBC und in dem Bestseller «Get The Guy» preisgegeben hat, thematisiert das Bezahl-Problem in einem seiner Dating-Seminare. Das Video dazu, in dem er vor einen Raum voller Frauen spricht, verbreitet sich jetzt im ganzen Netz.

​Sein Hauptargument: Wenn man erwartet, dass der Mann bezahlt, dann behauptet man damit als Frau, dass die eigene Zeit wertvoller ist. Der Mann muss quasi dafür bezahlen, dass die Frau Zeit mit ihm verbringt.

Ausserdem zieht er den Vergleich zu Freunden: Man sollte von seinem Gegenüber bei einem Date nie etwas anderes verlangen, als von seinen Freunden. Und es würde wohl niemandem einfallen, vom besten Kollegen zu erwarten, dass er das gemeinsame Abendessen bezahlt.

Grundsätzlich geht es aber in erster Linie um die Geste. Anbieten zu zahlen, reicht eigentlich schon aus. Denn am Anfang einer möglichen Beziehung ist man immer am höflichsten. Und wenn man schon da erwartet, dass der andere alles bezahlt, kommt das einfach nicht so gut an.

​Energy hat bei Herr und Frau Schweizer - und auch bei einigen Schweizer Promis - mal nachgefragt, wie sie die Bezahlthematik bei einem Date denn sehen.

Die Antworten gibt es am 2. März bei Energy «Mein Morgen» zwischen 5.00 und 10.00 Uhr.