​#MeToo ist vermutlich der Hashtag des Jahres. Unter ihm haben Frauen auf der ganzen Welt ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung geschildert. Diese Frauen wurden vom Time Magazin nun sogar zur «Person of the Year» gewählt.

Die US-amerikanische Comedy-Show «Saturday Night Live» hat sich dem wichtigen Thema nun auf musikalische und unterhaltsame Weise angenommen und vor allem die Herren adressiert.

«Welcome to Hell»

«Hey Jungs! Wir wissen, dass die letzten Monate total verrückt waren», leiten die Darstellerinnen der Show ihren Song ein. «Die Katze ist aus dem Sack: Frauen werden ständig belästigt. Und alle fragen sich, ob das jetzt die Welt ist. Wir verraten euch ein Geheimnis, dass jede Frau kennt: Das ist schon lange die Welt.» Passenderweise trägt der Song den Titel «Welcome to Hell».

Welcome to Hell

Damit wollen sie vor allem eins klar machen: Nur weil erst jetzt viele Frauen in der Öffentlichkeit über ihre Erfahrungen sprechen, heisst das nicht, dass Frauen erst jetzt belästigt werden. Generationen von Frauen haben diese Erfahrungen machen müssen.

Auch die Frage, warum bisher keine Frau etwas gesagt hat, wird thematisiert, mit einer klaren Antwort: Sie haben etwas gesagt – es hat einfach keinen interessiert. Und es passierte einfach wieder und wieder.

But, Baby Girl, why didn't you say something? – Well, gosh doubly darn, Big Daddy. We did. For hundreds of years.

Voller Ironie besingen sie, wie schade es doch ist, dass die Serie «House of Cards» jetzt ruiniert ist, weil Hauptdarsteller Kevin Spacey kürzlich des Missbrauchs beschuldigt wurde und seinen Job verlor. Und listen dann einige Dinge auf, die für Frauen ruiniert wurden: Parken, zu Fuss gehen, Uber, Nächte und Hotels.

Viraler Hit

Das Video zum Song wurde seit der Veröffentlichung am 2. Dezember bereits über 4 Millionen mal angeklickt. Und der Song wird im Internet bereits als «Hymne des Jahres 2017» gefeiert.