Claudio Castagnoli kam in Luzern zur Welt, besuchte dort die Wirtschaftsmittelschule und machte Berufsmatura. Und wurde dann in den USA als Profi-Wrestler berühmt. Klingt wie ein Hollywood-Drehbuch, ist aber die wahre Geschichte des «Schweizer Supermanns», der unter dem Ringnamen Cesaro jede Woche ein Millionenpublikum im Land der unbegrenzten Möglichkeiten begeistert.

Mit 19 begann er zu trainieren, 2000 bestritt er das erste Match in Deutschland. Vier Jahre später dann ein glücklicher Zufall: Der damals 24-Jährige gewann eine Greencard und wanderte in die USA aus, um 2011 einen Vertrag bei der WWE, der grössten Wrestlingliga der USA, zu unterschreiben. Und seither ist er dort ein Superstar, der wöchentlich mehrmals im Ring steht.

Aber was genau ist dieses Wrestling eigentlich? «Eine Mischung aus einem modernen Gladiatorenkampf und einem Superhelden-Comic», beschreibt es der Profi im Interview mit Energy. Das Ganze sieht dann so aus:

​Das spezielle an diesem Kampfsport: Es steht schon vorher fest, wer gewinnt. Das spielt aber laut dem 1,96 Meter grossen Cesaro für das Publikum gar keine Rolle: «Man geht ja auch ins Kino oder? Titanic ist einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und es wissen ja alle, wie der Film ausgeht. Und die Zuschauer wissen bei unseren Shows ja nicht, wer gewinnt und wer verliert. Man will einfach unterhalten werden.»

Wrestling ist also quasi eine Form von Theater, bei der Spitzensportler Storylines erzählen. Es geht um Intrigen, Fehde, Freundschaften, Beziehungen und eben Kämpfen. Eigentlich die perfekte Soap für Männer. Und live natürlich ein echtes Erlebnis: «Für mich ist es die beste Form von Live-Unterhaltung. Man kann für zwei bis drei Stunden abschalten, mitjubeln, mitfiebern und darauf ist es auch ausgelegt.»

Im Ring stellt sich Cesaro seit Jahren jede Woche gnadenlosen Kämpfen, aber Energy hat den 36-Jährigen vor eine ganz neue Challenge gestellt: Wir wollten wissen, ob der harte Wrestler auch ganz herzig sein kann. Schau dir das Ergebnis im Video an: