Männer haben es einfacher als Frauen. Zumindest, wenn es darum geht, in der Öffentlichkeit eine Toilette aufzusuchen. Ob an der Tankstelle, an einem Festival oder an einer Chilbi: Sie stellen sich einfach ans Pissoir. In Berlin ist es jetzt vorbei mit dieser Ungerechtigkeit.

Männer haben es dank des Pissoirs in Sachen Toiletten sehr viel einfacher als Frauen. (Getty)

Toilettenkonzept für die Geschlechter-Gerechtigkeit

In der Stadt, die bekannt ist für ihre ständigen Gender-Diskussionen, ist nun etwas Revolutionäres geplant. Erstmals soll es Pissoirs in der Frauen-Toilette geben. Gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin und der Firma «Zebrablog» hat die Stadt Berlin ein neues «Toilettenkonzept» vorgestellt. Unter dem Punkt «Geschlechtergerechtigkeit» sind dort die Pläne festgehalten, mit welchen die Stadt die bereits vorhandenen Unisex-Toiletten erweitern will. In den meisten dieser WCs gibt es bisher nur Pissoirs für Männer.

Solche Unisex-Toiletten gibt es bereits in Berlin.

Girly Urinals

Bei der Suche nach möglichen Modellen für solche Pissoirs für Frauen sind die Projektführer auf den italienischen Designer Matteo Thun gestossen. Dieser hat ein solches Modell bereits erfunden und dafür auch schon Preise gewonnen.

Matteo von Thun gewann mit seinen Ideen wie dem Girly Urinal schon einige Preise. (Getty)

​Bleibt abzuwarten, wie diese Idee bei den Berlinern ankommt und wie lange es dauert, bis auch in der Schweiz eine solche Diskussion auf breiter Basis geführt wird. Eine Vorreiterrolle spielt dabei das Casinotheater Winterthur, in welchem bereits Frauen-Pissoirs installiert sind.