Lesen beim Fernsehen, telefonieren beim Radfahren und essen im Gehen – Multitasking ist heutzutage King. Die Erfindung des israelische Students Iftach Gazit passt da einfach perfekt: Mahlzeiten für die Waschmaschine.

In wasser- und seifendichte Beutel verpacktes Fleisch, Fisch und Gemüse, das mit der Wäsche in die Maschine kommt. Wenn die Klamotten sauber sind, dann ist auch das Essen fertig. Da kann man während des Waschens/Kochens direkt noch Sport machen oder einkaufen gehen.

Klingt verrückt, aber die Waschmaschine macht scheinbar eine gleichmässige, lange Garung möglich. Das Fleisch kommt dabei laut Gazit bei einem Synthetik-Programm in die Trommel, Gemüse beim Baumwolle-Waschgang. So sollen Vitamine erhalten bleiben und schmecken soll es auch noch.

Angelehnt ist das Ganze an das Sous-Vie-Kochen, bei dem Zutaten in einem Vakuum-Beutel über längere Zeit im Wasserbad gegart werden.

Die Idee dahinter ist allerdings nicht Zeit zu sparen, sondern ein sozialer Aspekt. Der Student möchte Obdachlosen die Möglichkeit geben, sich in Waschsalons, die 24 Stunden geöffnet haben, Essen zuzubereiten.

Aber natürlich ist das Waschmaschinen-Essen trotzdem nicht ausschliesslich für Obdachlose, sondern für alle gedacht – denn es spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Und Platz noch dazu, denn wer braucht schon noch einen Herd, wenn das Essen aus der Waschmaschine kommt?

Im Moment sind die eingetüteten Mahlzeiten lediglich Prototypen. Aber wer weiss, vielleicht sind sie bei Studenten oder gestressten Business-Leuten schon bald voll im Trend.