Im Deggendorfer Donau-Isar-Klinikum sind zurzeit sage und schreibe 76 Mitarbeiterinnen des Pflegepersonals und Ärztinnen schwanger oder haben kürzlich erst entbunden. Das sind rund zehn Prozent der Belegschaft, wie die «Deggendorfer Zeitung» berichtet. Im Dorf und im Netz wird schon über einen besonders a(ttra)ktiven Stationsarzt gewitzelt.

Das Klinikum steht nun bezüglich der Personalplanung vor einer grossen Herausforderung: Insgesamt arbeiten im Krankenhaus 850 Mitarbeiter in der Pflege, somit fällt nun in den nächsten Wochen und Monaten jede elfte Angestellte aus. Derzeit wird nach neuen Mitarbeitern gesucht, vor allem nach Schwangerschaftsvertretungen. Klinikumssprecher Jürgen Stern erklärt: «Wir freuen uns natürlich über den Kindersegen, das ist eine sehr schöne Sache. Andererseits waren wir nur auf 50 schwangere Damen vorbereitet, jetzt müssen wir nachbessern.»

In der hauseigenen Kinderkrippe im Klinikum dürfte es nach spätestens sieben Monaten auf jeden Fall eng werden, denn diese ist gerade mal für zwölf Kinder ausgelegt.

Laut einer Mitarbeiterin ist die Massenschwangerschaft aber «absolut natürlich» und habe nichts mit dem Krankenhaus oder dessen Mitarbeitern zu tun. Der Chefarzt der Gynäkologie, Dr. Ronaldo Stuth, wollte aber dennoch nicht mit aufs Gruppenfoto: «Nicht, dass ich noch als Urheber verdächtigt werde.»

Unsere Redaktion hat noch eine andere Vermutung, wer für den Babyboom verantwortlich sein könnte: